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Es gibt nichts Gutes, außer man...

 

Was kann ich tun? Wo kann ich mich informieren?


Wie eine Untersuchung des Bürgernetzes Social Times zeigt, gibt es bei uns ein noch nicht genutztes Engagementpotenzial von Freiwilligen von 32 Prozent.


Die Aktion Gemeinsinn war schon früh bemüht, interessierten Bürgern Zugänge zum ehrenamtlichen Engagement zu vermitteln. Von 1996 bis 2000 gab es unter Leitung von Professor Wendelin Szalai eine „Arbeitsstelle Bürgerschaftliche Initiative – freiwilliges Engagement – Ehrenamt“, die von der Robert Bosch Stiftung und der Heinzb Nixdorf Stiftung finanziert wurde. 1998 erschien die Broschüre „Mitmachen statt zugucken“, das erste „Vademekum“ für potenzielle Ehrenamtliche. 2002 wurde das „Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement“ (BBE) gegründet; die Aktion Gemeinsinn gehört zu den 31 Gründungsmitgliedern. Seit 1996 bietet die Aktion Gemeinsinn auf ihrer Website unter der Rubrik Ehrenamt/Mitmachadressen eine nach Orten geordnete Liste von Organisationen an, in denen sich Freiwillige engagieren können (Stand 2000).


Heute ist die Vernetzung von Bürgergemeinschaften und den sie fördernden Stellen auf allen Ebenen vorangeschritten. Im Internet kann man sich umfassend darüber informieren, wo und in welchen Tätigkeitsfeldern Engagement gefragt ist. Das Problem ist dabei allerdings eine überkomplexe Datenflut (bei Google z.B. 149  000 Eintragungen zum Stichwort „Freiwilligenagentur“; hier muss man weiter suchen nach „Ehrenamtliche Mitarbeit“, dann Aktionsfelder oder Regionen angeben; eventuell haben Sie schnell Erfolg, wenn sie dem Stichwort „Freiwilligenagentur“ den Namen Ihrer Stadt hinzufügen), in der man sich schwer zurechtfindet.


Weitere Hinweise sollen bei der Suche helfen und Anregungen für Verbesserungsmöglichkeiten bei der Vermittlung geben:



Überregionale Netzwerke bzw. Adressen


Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE):
Hier findet man breite Informationen zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements und zu aktuellen Themen wie rechtliche und organisatorische Rahmenbedingen des bürgerschaftlichen Engagements sowie Möglichkeiten seiner Weiterentwicklung, die in Arbeitsgruppen behandelt werden. www.b-b-e.de

Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e. V. (bagfa):
Hier finden Sie eine Liste aller Agenturen. Die bundesweite Liste von Freiwilligenagenturen zählt zur Zeit ca. 300 Adressen. Die bagfa unterstützt Freiwilligenagenturen bei der Gründung sowie bei der Qualitäts- und Projektentwicklung. www.bagfa.de


Wegweiser Bürgergesellschaft
Der Wegweiser informiert umfassend über Handlungsfelder, Möglichkeiten der Engagementförderung und bietet Praxishilfen. www.wegweiser-buergergesellschaft.de


SocialTimes.de
Die Internet-Zeitung für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland bringt aktuelle Berichte zu sozialen, ökologischen, internationalen und kulturellen Themen. Sie ist direkt verbunden mit einem Spendenportal. www.socialtimes.de


Caritasverband:
Unter der Rubrik „Ich biete Hilfe“ finden Sie Informationen zu Engagementmöglichkeiten sowie eine Liste von 49 Zentren der Caritas mit Anschriften. www.caritas.de


Arbeiterwohlfahrt (AWO)
Über die Rubrik „Bürgerschaftliches Engagement" gelangen Sie zu einer Reihe von Adressen unterschiedlicher Organisationen. www.awo.de


Diakonisches Werk der EKD:
Unter verschiedenen Rubriken werden allgemeine Informationen angeboten. Über „Kontakt“ wird man direkt an Ansprechpartner/innen weitergeleitet. www.diakonie.de


Rotes Kreuz (DRK)
Unter „Sie können helfen“ werden Sie direkt an Ihren örtlichen Kreisverband weitergeleitet. www.drk.de


Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
Neben allgemeinen Informationen über die Arbeitsfelder werden auch direkte Engagementmöglichkeiten angeboten. www.asb.de


BUND für Umwelt und Naturschutz Dt. e. V.
Das Internetportal informiert allgemein. Anfragen zur Freiwilligenarbeit müssen über „Kontakt“ gestellt werden. www.bund.net


Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e. V.
Unter den Rubriken „Seniorenbüros“ und „Projekte“ findet man unterschiedliche Möglichkeiten des Engagements. www.seniorenbueros.org


Deutscher Bundesjugendring
Die Informationen sind sehr allgemein. Konkrete Informationen müssten über „Kontakt“ gesucht werden. www.dbjr.de


Landesarbeitsgemeinschaften der Freiwilligenagenturen:
Bei Google findet man über lagfa-(Name des Bundeslandes) umfassende Informationen über Möglichkeiten eines freiwilligen Engagements sowie Adressen von örtlichen Freiwilligenagenturen.

 

Gemeinschaft ehem. politischer Häftlinge - VOS e.V
www.vos-ev.de



Kommunale Engagementbörsen


Viele Bürgergemeinschaften und viele Kommunen unterhalten inzwischen Freiwilligenagenturen oder Freiwilligenzentren. Das sind Auskunfts-, Beratungs- und Vermittlungsstellen für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, also gewissermaßen „Arbeitsämter für Freiwilligenarbeit“. Die Bezeichnung ist nicht einheitlich.


Der Caritasverband als die Organisation für die freie Wohlfahrtspflege der katholischen Kirche betreibt mehrere Dutzend eigener Freiwilligenzentren. In Berlin und in Dresden tragen die kommunalen Freiwilligenagenturen den programmatischen Namen „Treffpunkt Hilfsbereitschaft“. Wenn Sie eine für Sie passende Engagementmöglichkeit suchen, sollte die nächstgelegene Freiwilligenagentur der erste und sinnvollste Ansprechpartner sein.



Erste Anlaufstellen am Beispiel Bonns


Seit November 2007 unterhält die Stadt Bonn eine eigene Freiwilligenagentur: Freiwilligenagentur Bonn, Amt für Soziales und Wohnen, Abteilung 50-11, Bürgerschaftliches Engagement in Bonn, Rathaus Beuel, Zimmer 422, Friedrich-Breuer-Straße 65, 53225 Bonn, Tel.:774848, E-Mail: freiwilligenagentur@bonn.de, www.freiwilligenagentur-bonn.de.


Die Agentur berät und unterstützt Freiwillige bei der Suche nach einem passenden Engagement und ebenso Organisationen und Vereine, die Freiwillige brauchen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Soziales. Engagementsuchende können sich zunächst anonym über die Internetadresse informieren.


Mögliche Trägeradressen erfährt man dann bei einem persönlichen Beratungsgespräch (möglichst nach telefonischer Voranmeldung). Eine begleitende Betreuung gehört zum Angebot.



Wenn Sie keinen Internetanschluss haben


Ein Anruf im Rathaus oder ein Gang dorthin lohnen in jedem Fall. Oft gibt es dort direkte Auskunfts- und Beratungsstellen. Aber auch telefonische oder persönliche Anfragen

- bei der nächsten Bürgerstiftung
- bei der nächsten Freiwilligenagentur
- beim nächsten Freiwilligenzentrum
- bei dem nächsten Seniorenbüro
- bei dem nächsten Büro der Caritas
- bei dem nächsten Büro des Diakonischen Werkes
- bei dem nächsten Büro des Roten Kreuzes
- bei dem nächsten Büro der Arbeiterwohlfahrt
- bei der nächsten Selbsthilfekontaktstelle
- oder bei der örtlichen „Tafel“ dürften sich lohnen.

Oft bieten auch die Kirchen, die Sportvereine, die Museen interessante Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement.



 

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