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Zivilcourage. Da müssen wir hin.

 

Spot- und Plakatkampagne
zum Thema "Handeln statt Passivität"


Zum zweiten mal verlieh die Aktion Gemeinsinn im Jahr 2000 drei Preise für Zivilcourage. Die Auszeichnung erfolgte anläßlich der Eröffnung der neuen Kampagne zum Thema "Zivilcourage ..... da müssen wir hin". Sie stand in Verbindung mit einer Tagung zum gleichen Thema im Beisein von etwa 150 Gästen aus ganz Deutschland und zahlreichen Vertretern der Medien, die am 8. und 9. September 2000 in der Parlamentarischen Gesellschaft, Berlin stattfand.


Die Preise wurden in Vertretung des erkrankten Bundespräsidenten durch Bundesratspräsident Kurt Biedenkopf überreicht. In seiner Laudatio unterstrich dieser, - ebenso wie der Bundespräsident als Schirmherr der Aktion Gemeinsinn in seiner Grußadresse - dass Zivilcourage gerade heute gefordert sei, wo Menschen Opfer von Gewalt in unserem Lande würden, nur weil sie "anders" seien: anders aussehen, eine andere Kultur oder Religion haben oder eine andere Sprache sprechen.


Zufällig repräsentieren die drei Preisträger, die von einer bundesweiten Jury in geheimer Wahl gekürt wurden, drei verschiedene Formen von Zivilcourage. Die Preise erhielten:


der Steinmetz Otmar Kagerer, der mit seinem kleinen Unternehmen auf eigene Initiative und Kosten geschändete jüdische Grabsteine trotz Drohungen und tätlicher Angriffen unbeirrt restaurierte;


die in Deutschland geborene Tochter eines Briten, Janet Hill, die in der Straßenbahn einer Rentnerin zur Hilfe eilte, als diese von Rowdies angegriffen wurde und dabei von keinem der etwa zehn Mitreisenden Hilfe erfuhr, obwohl sie selber erhebliche Verletzungen erlitt;


der frühere Chef der Bonner Steuerfahndungsbehörde, Klaus Förster, der seinerzeit die erste Spendenaffaire der Parteien (sog. Flickaffaire) aufdeckte, in seinen Aufklärungsbemühungen dann von höherer Stelle behindert und schließlich versetzt wurde und darauf als 49-jähriger Familienvater unter Aufgabe seiner erworbenen Rechte den öffentlichen Dienst quittierte.


Die von der bekannten GWA-Werbeagentur Publicis gestaltete Kampagne legte ihrer Konzeption in einprägsamer Weise Piktogramm-Motive zugrunde, so wie sie für vielfache Zwecke in der Öffentlichkeit verwendet werden. Diese Kampagne wurde mit entsprechenden Druckunterlagen den Medien zur Verfügung gestellt, in der sicher berechtigten Erwartung, dass diese Motive wie immer seit der Gründung der Aktion Gemeinsinn, kostenlos einschalten werden.

 

 

Interaktiv

Gemeinsinn Blog

von Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast am 13-Dec-09 18:06
Kommentare (2)

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