20 Jahre Freiheit!
Eine Testimonial-Anzeigekampagne zum Thema"Aufarbeitung der SED-Diktatur"
Wir feiern 2009 die vor 20 Jahren wieder gewonnene Freiheit in den neuen Bundesländern. Dabei sollten wir nie vergessen: Menschen in der DDR waren es, die zu Hunderttausenden mit ihrem Freiheitsdrang und dem Willen zur Einheit unter größtem persönlichem Risiko der ganzen Welt bewiesen: „Wir sind das Volk!“, dann: „Wir sind ein Volk!“ Sie stürmten friedlich die Stasi-Zentralen mit den Rufen: „Stasi raus!“ „Stasi in die Produktion!“
Wir Deutschen haben uns seit den 50er Jahren der Opfer der NS-Terrorherrschaft angenommen. Ein Teil unserer Geschichte besteht aber auch aus dem unvorstellbaren Leid, das tausenden Menschen vom Stasi-Staat zugefügt wurde. Das sollten wir uns 20 Jahre danach vor Augen führen.
Für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und insbesondere die Entschädigung ihrer Opfer ist auf gesetzlichem Wege viel getan worden. Aber noch heute sind viele Unrechtsurteile nicht aufgehoben. Viele Betroffene verzweifeln daran, zu ihrem Recht zu kommen.
Wissen wir 20 Jahre nach dem Fall der Mauer genug übereinander? Die Kenntnisse besonders der jungen Leute über die deutsche Teilung und das Leben „der jeweils Anderen“ sind erschreckend gering. Gerade auch über das Leid schwer traumatisierter Opfer wird wenig geredet und geschrieben. Von Zwangsadoptionen und Bespitzelungen am ehesten dann, wenn Film und Fernsehen das Thema aufgreifen. In jüngster Zeit bemühen sich interessierte Kreise, die Verbrechen des untergegangenen SED-Staates zu beschönigen. Mehr Aufklärung und Information tun not.
Die Aktion Gemeinsinn, die unter der Schirmherrschaft Horst Köhler steht, ist die älteste überparteiliche Bürgerinitiative unserer Republik und Trägerin des Einheitspreises der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie ruft dazu auf: Nutzen wir das Jubiläumsjahr, um in Ost und West mehr übereinander zu erfahren! Es gibt viele Möglichkeiten, sich vor Ort an der Aufklärung über unsere Geschichte zu beteiligen und den Stasi-Opfern zur Seite zu stehen:
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Mehr Gespräche mit Zeitzeugen organisieren
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Appelle an Schulen und Vereine, das Thema intensiv zu behandeln
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durch ehrenamtliche juristische und finanzielle Beratung vor allem durch Senioren
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Besuche in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
40 Jahre getrennte Geschichte in Ost und West müssen zu einem gemeinsam erarbeiteten Geschichtsbild zusammenwachsen.
Die Testimonial-Anzeige als PDF.
Meine Erlebnisse als „Wossi“ in der SBZ, später DDR
Von Prof. em. Dr. Carl-Christoph Schweitzer (Jahrgang 1924)
Als gebürtiger Potsdamer hatte ich im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen meiner Generation das große Glück, mich nach dem verlorenen Hitlerkrieg auf der „richtigen“, d. h. westlichen Seite der Elbe zu befinden, also in den westlichen Besatzungszonen. So geriet ich nicht unter die Knute des Diktators Stalin und dann seines verlängerten Arms Walter Ulbricht....weiterlesen.
Wenn Sie mehr über unsere Kampagne erfahren wollen, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der Aktion Gemeinsinn. Wir stehen Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung.

